Gillbachbühne Evinghoven

gegründet 1986

Herzlich Willkommen

Auf dieser Webseite erhalten Sie alle Informationen der aktuellen Spielzeit der Gillbachbühne Evinghoven und einen Rückblick der Aufführungen seit 1986.

Der Floh im Ohr

Termine 2016

Alle Informationen zum Stück "Der Floh im Ohr" der Spielzeit 2016 finden Sie hier.

Freitag  08.01.2016  20 Uhr

Samstag  09.01.2016  19 Uhr

Sonntag  10.01.2016  17 Uhr

 

Freitag  15.01.2016  20 Uhr

Samstag  16.01.2016  19 Uhr

 

 

 

Der Kartenvorverkauf ist am 13.12.2015 in der Turnhalle Evinghoven.

 

Bilder

<>40 - 40

30 Jahre Bestehen

Geschätzte Besucher und Freunde der Gillbachbühne Evinghoven,

der Titel des Stückes, welches wir zum 30 jährigen Bestehen des Vereins auf die Bühne bringen, ist bezeichnend für – ja geradezu gleichlautend mit dem Zustand, in dem ich mich zusammen mit weiteren 21 Gründungsmitgliedern im Jahre 1986 befunden habe:

Der Gründungsvater Klaus Ramakers setzte uns damals diesen „Floh“ ins Ohr mit der Frage, ob wir uns eine Mitgliedschaft in einem noch zu gründenden Theaterverein vorstellen könnten. Seitdem begleitet uns dieser „Floh“ Jahr für Jahr, er bestimmt das Denken und Handeln aller Mitglieder in einer langen Zeitspanne des Jahres, immer wieder auf ́s Neue kitzelt er uns, stachelt uns an zu neuen Stücken und Taten.

Und nach 30 Jahren müssen wir feststellen, dass dieser „Floh“ nicht alt und abgedroschen ist, er beseelt die mittlerweile auf 40 Personen angewachsene Gemeinschaft – davon noch 12 Gründungsmitglieder !!! – mit unverminderter Schaffenskraft und Spielfreude.

Solch ein Floh hinterlässt Spuren, nicht nur bei einem jeden von uns, sondern auch bei Ihnen, den Besuchern, Sie werden von ihm „gebissen“ und er reizt Sie, ihn irgendwie los zu werden, doch die Mittel gegen diese Ansteckung sind selten und wirkungslos.

Wir danken Dir, lieber Klaus, für diesen „Floh“, der uns noch viele weitere Jahre begleiten soll; wir bedanken uns bei Ihnen, unseren Zuschauern und Zuhörern, bleiben Sie noch lange in ziert.

Unser Dank gilt allen Freunden und Gönnern, die 30 Jahre lang dazu beigetragen haben, dass der Floh bei uns ein gutes Leben hat.

für alle Mitglieder Herbert Schroers

Pressestimmen

Rommerskirchen

Gillbachbühne bietet rasantes Spektakel

Amüsanter Reigen der Missverständnisse: Zwischenmenschliches stand im Mittelpunkt von "Ein Floh im Ohr". Der Theaterverein hatte den Schauplatz seines neuen Stückes von Paris nach Köln "verlegt".

 

Rommerskirchen. Die Aufführung der Komödie "Ein Floh im Ohr" von Georges Feydeau erwies sich als Glücksgriff zum 30. Geburtstag des Theatervereins. Ein herrlicher Irrwitz, bei dem sich zum Schluss alle Verwicklungen in Wohlgefallen auflösen. Von Sebastian Meurer

 

Am Ende des Dreiakters "Ein Floh im Ohr" von Georges Feydeau ist eigentlich gar nichts passiert. Ereignet hat sich jedoch bei der "Geburtstagsvorstellung" des inzwischen 30 Jahre alten Theatervereins Gillbachbühne derart viel, dass sich das zuweilen von Lachsalven geschüttelte Publikum nicht eine Sekunde langweilte. Alle Bühnenpaare blieben einander ungeachtet des stets in der Luft liegenden Gegenteils letztlich treu, doch der Weg zu dieser Erkenntnis war unübersehbar reich an Turbulenzen.

 

"Ein Gramm Verwicklung, ein Gramm Pikanterie, ein Gramm Beobachtung" sind nach Feydeaus Worten die Zutaten seiner Komödien. Nicht umsonst gilt das Stück des hie und da mit Molière verglichenen Autors als eine der rasantesten Verwicklungskomödien der Theatergeschichte. Vom Paris des frühen 20. Jahrhunderts haben Regisseur Helmut Schmitz und seine Assistentin Verena Engels das Stück ins Köln der Gegenwart verlegt. Bis dieser Prozess in allen (textlichen) Nuancen abgeschlossen war, "hat es drei Monate gedauert", erzählt Schmitz, der seit dem ersten Stück 1987 bei der Gillbachbühne Regie führt. Geschadet hat es dem Boulevard-Klassiker nicht - so jeck wie Paris ist Köln schließlich allemal.

 

Wegen erwiesener Unlust im Ehebett gerät der geplagte Ernst August Sagebiel (gespielt von Herbert Schroers) bei seiner Reinhild (Claudia Zillmer) in den Verdacht außerehelicher Aktivitäten. Sie überredet ihre Freundin Christina (Ingrid Schmitz) dazu, ihn per parfümiertem Brief zum Techtelmechtel in ein Etablissement mit ebenso schlechtem Ruf wie prominenter Kundschaft zu lotsen. Da der geplagte Ernst August auch auf Seitensprünge partout keine Lust hat, schickt er seinen Freund Rüdiger Rothaus (André Steinbis), womit der Reigen der Missverständnisse seinen Lauf nimmt.

 

In dem Lokal, das niemand wegen der charakterlichen Vorzüge seiner Bewohnerinnen aufsucht, gibt es dann ein illustres Stelldichein. Etablissement-Chefin (Alexandra Korschefsky) führt dort ein skurril-strammes Regiment, während Christinas Ehemann (Bernd Bausen) eifersüchtig durch die Szenerie kollert und nur durch die Gunst der Umstände niemanden erschießt. Dass Hausdiener Jakob (gleichfalls von Herbert Schroers gespielt) ein Doppelgänger des völlig ahnungslosen Ernst August ist, treibt den Irrwitz dann vollends auf die Spitze, ehe sich am Ende alles in Wohlgefallen auflöst.

 

Erklärte Fans der Gillbachbühne sind Adi Deutzmann vom Förderverein Vanikum und Frank Eichinger, der Chef der St. Sebastianus-Bruderschaft. "Besser als manch ein Profi", lautet Deutzmanns Befund zu den Darstellern aus dem Ensemble, dem Eichinger in dieser Beurteilung beipflichtet. Von besonderer Qualität ist nach Eichingers Geschmack nicht zuletzt stets das auch diesmal wieder allseits hoch gelobte Bühnenbild. Das viel beachtete "Drehbett" hatte Ursula Dzinbala konstruiert.

[NGZ Online 12.01.2016]

© Gillbachbühne Evinghoven