Start Archiv Spielzeit 2010/2011

Hosenflattern

von Ray Galton und John Antrobus
nach einer Idee von Galton und Simpson
Deutsch von Frank-Thomas Mende

Howard Swerling hat ein "Date" mit seiner Geliebten. Dass ihm dabei von einem Einbrecher seine Hosen gestohlen werden, war allerdings nicht eingeplant. Die Jagd nach einer Ersatzhose beginnt – und führt über den Heiratsantrag eines sexbesessenen Polizisten, der als ausgeflippte Prostituierte auftaucht, über Rauschgiftorgien, Männer unten und Frauen oben ohne geradewegs ins skrupellos-witzige Chaos.

[Quelle: Vertriebsstelle und Verlag Deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten GmbH, Norderstedt]

 

Mitwirkende

Personen DarstellerInnen
Einbrecher Dominik Halycz
Howard Miller Herbert Schroers
Penny Ingrid Schmitz
Jimmy Andre Steinbis
Amelie Alexandra Korschefsky
Captain Webber Bernd Bausen
Mary-Ann Christa Korschefsky
George (Innenminister) Hansi Engels
Polizist Jo Steinbis
Geburtstagsüberraschung Sandra Sosna
Inspektor Bernd Bausen
Jill Nicole Hohenberg

 

Regie: Helmut Schmitz
Regieassistenz: Helmut Heckenbach
Souffleuse: Gisela Steinbis


 

Gillbachbühne feiert Premiere

VON SEBASTIAN MEURER

Rommerskirchen-Evinghoven (NGZ) Vor ausverkauftem Haus startete die Gillbachbühne gestern Abend mit ihrem neuen Stück "Hosenflattern". Die turbulente Komödie wird noch an diesem und dem kommenden Wochenende gespielt.

Hätte sich Howard Miller (Herbert Schroers) nicht das "geschmackloseste Zimmer von ganz London" für sein Techtelmechtel mit Penny (Ingrid Schmitz) ausgesucht, vielleicht wäre ja alles ganz anders gekommen. Dann jedoch hätte es die Boulevardkomödie "Hosenflattern" nicht gegeben, die gestern Abend beim Theaterverein Gillbachbühne ihre Premiere erlebte. Zu Handgreiflichkeiten kam es gestern Abend bei der ersten Aufführung der Boulevardkomödie Hosenflattern nur auf der Bühne. Hier rückt Jimmy alias André Steinbis (re.) dem bemitleidenswerten Buchmacher Howard Miller, gespielt von Herbert Schroers auf die Pelle. NGZ-Foto: H. Jazyk

Zwei Stunden lang glich die Bühne einem Tollhaus. Und das Publikum feierte die Gillbachbühne mit lang anhaltendem Beifall, wobei es für die Tanzeinlage der "singenden Geburtstagsüberraschung" (Sandra Sosna) Extra-Applaus gab. Zum Stück: Gleich zu Beginn klaut ein Einbrecher (Dominik Halycz) Howards Hosen. Gemeinsam mit Penny macht er sich auf die Suche nach Ersatz, was tumultartige Konsequenzen nach sich zieht. Sein alter Kumpan Captain Webber (Bernd Bausen) beschafft zwar ein komplett neues Outfit, doch auch das ist schnell verschwunden. Bald ist Howard ganz auf sich allein gestellt – Penny muss mit Jimmy (André Steinbis) zu einer Party, während Howards Au-Pair-Mädchen Amelie (Alexandra Korschefsky) ihn mit drogengefüllten Croissants auf weitere Abwege verlockt. Sogar als Frau muss Howard sich verkleiden, was einen brünstigen Polizisten (Jochen Steinbis) auf den Plan ruft.

Kompliziert wird das Ganze dadurch, dass in der Nachbarwohnung der Innenminister George (Hansi Engels) gleichfalls außerehelichen Aktivitäten mit Mary-Ann (Christa Korschefsky) frönt. Howard vermöbelt im Kampf um eine Hose den Minister, während ein Bombenalarm eine Spezialeinheit der Polizei mit einem Rambo als Inspektor im Kampfanzug (Bernd Bausen in einer spektakulären Doppelrolle) auf den Plan ruft. Der geht zunächst mehr als brachial zu Werke: "Unschuldig sein genügt heute nicht mehr", weiß der Terror-Bekämpfer. Zu Howards Glück kuscht der jedoch sofort, als er den Minister erkennt. Derweil hat sich Captain Webb mit seiner handgefertigten Bombe selbst pulverisiert.

Bleibt die Frage, wie der gute Ruf des Ministers gerettet werden kann. Der findige Inspektor weiß Rat und macht ihn kurzerhand zum Unterstützer der Polizeiaktion. Wovon auch Howard nach vollendeter Hosensuche gern profitiert hätte. Doch ehe er seiner Frau Carol das Lügenmärchen auftischen kann, lässt sie sich scheiden. Der Schwiegervater wirft den Buchmacher raus, der auch seinen Rolls Royce abgeben muss. Bleibt Penny, für die nun der Weg frei wäre – wenn diese nicht ihren Howard längst als Waschlappen erkannt und ihm den Laufpass gegeben hätte.

[Quelle: NGZ-Online]

 

Hinter den Kulissen

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Generalprobe

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25 Jahre Gillbachbühne

VON SEBASTIAN MEURER

Der Evinghovener Theaterverein hat mit den Proben für sein neues Stück begonnen: Mit der Komödie "Hosenflattern" feiert die Gillbachbühne Anfang 2011 ihr 25-jähriges Bestehen.  

Alles begann damit, dass Klaus Ramakers Mitte der 80er Jahre in alten Unterlagen stöberte und dabei entdeckte, dass in Evinghoven einst eifrig Theater gespielt worden war. Den damals erschöpften Brauch wollte er wiederbeleben und machte sich erfolgreich auf die Suche nach Mitstreitern. Der damals aus der Taufe gehobene Theaterverein "Gillbachbühne" steht inzwischen vor seiner 25. Saison.

In der Turnhalle an der Widdeshovener Straße haben jetzt die Proben für das neue Stück begonnen. Nachdem die Aufführungen in diesem Jahr hatten ausfallen müssen, steht für die 25. Spielzeit der Gillbachbühne der bereits im vergangenen Winter einstudierte Zweiakter "Hosenflattern" auf dem Spielplan.

Zweiakter "Hosenflattern"
Die im Dezember 2009 verkauften Karten behalten ihre Gültigkeit. "Ich war sehr erstaunt", berichtet Regisseur Helmut Schmitz angesichts der Tatsache, dass nur eine Handvoll Karten zurückgegeben worden sind. Schmitz verweist darauf, dass bei den Karten der Aufdruck des Wochentags, an dem gespielt wird, nicht das sich naturgemäß um einen Tag verschiebende Datum. Alle fünf Vorstellungen sind ausverkauft – wie immer bei der Gillbachbühne, die sich über viele Fans weit über die Gemeindegrenzen hinaus freuen kann. Restkarten sind zwar noch erhältlich, einen Vorverkauf wird es diesmal jedoch nicht geben. Herbert Schroers, der Klaus Ramakers vor knapp zwölf Jahren als Chef des Theatervereins ablöste, rechnet damit, "dass die Proben flüssiger laufen werden", da die Darsteller ihre Rollen ja schon einmal gelernt und schwerlich komplett wieder vergessen haben. "Es wird hoffentlich nur ein Auffrischen", blickt Helmut Schmitz den kommenden drei Monaten gelassen entgegen. Die britische Boulevardkomödie aus der Feder von Ray Galton und John Antrobus spielt im zeitgenössischen London, wo dem Schwerenöter Howard Swerling bei einem Date mit seiner Geliebten Jenny von einem Einbrecher die Hosen geklaut werden.

Durchgeknallter Polizist
Ein durchgeknallter Polizist, der als Prostituierte auftritt, sorgt ebenso für haarsträubende Verwicklungen wie die übrige Besetzung des Stücks, das elf Rollen für das Ensemble der Gillbachbühne bereit hält. Die übrigen der 37 Mitglieder werden sich wie immer Backstage nützlich machen, sei es in der Technik, dem Bühnenaufbau oder der Theaterklause. Geplant ist laut Herbert Schroers und Helmut Schmitz für Anfang 2011 auch eine "Überraschung für die Zuschauer", bei der Erinnerungen an die Aufführungen der vergangenen 25 Jahre wach werden sollen.

[Quelle: NGZ-Online, 05.10.2010]

 




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