Viel Verwirrung in der Liebessuite
Anfang Januar ist wieder Theaterzeit bei der Evinghovener Gillbachbühne. Insgesamt fünf Mal wird sich ab dem 7. Januar in der Turnhalle an der Widdeshovener Straße der Vorhang heben, wenn der Theaterverein sein neuestes Stück präsentiert. Seit Anfang Oktober probt die Gillbachbühne um ihren Vorsitzenden Herbert Schroers jeweils donnerstags und samstags für die Aufführung der Verwechslungskomödie „Kein Platz für Liebe“ aus der Feder der beiden britischen Autoren Anthony Mariott und Bob Grant.
Die von Paul Overhoff ins Deutsche übertragene Posse spielt sich in einer Hotelsuite zwischen Musikern, Flitterwöchnern und Liebespaaren ab, die sich allesamt dadurch auszeichnen, dass sie den gleichen Namen tragen - was natürlich Stoff zuhauf für die tollsten Verwechslungskapriolen bietet. Besondere Anforderungen stellt diesmal das Bühnenbild, denn im Verlauf der Farce werden sich nicht weniger als neun Türen schließen, öffnen und wieder schließen, um den Handlungsstrang in ein unentwirrbares Knäuel zu verwandeln.
Anders als in den vergangenen Jahren wird derzeit nicht in der Turnhalle geprobt, sondern bei Heinz und Martha Reiter. Den Grund für den nötig gewordenen „Umzug“ schildert Herbert Schroers wie folgt: „Wir haben einen fast identischen Nach-, beziehungsweise Aufbau der Kulisse. Die Szenen wechseln so schnell und müssen nahtlos ineinander greifen, dass ohne eine zumindest fast fertige Kulisse die Proben in der Turnhalle im Prinzip reine Sprechproben geworden wären.“
Nach inzwischen einmonatigen Proben in Martha Reiters Atelier sitze der erste Akt des Stücks bereits recht gut, sagt der Chef des Theatervereins, für den die Schauspieler eben dank des bereits vorhandenen Aufbaus schon „wesentlich weiter im Stück“ sind , als bei den Proben der vergangenen Jahre.
Heinz Reiter zeichnet bei der Gillbachbühne bereits seit langem für die Technik verantwortlich, während seine Frau Martha das jeweils nötige Bühnenbild anfertigt. Ab 27. November will der Theaterverein dann auf die komplett errichtete Bühne in der Turnhalle wechseln, wo dann die heiße Phase der Vorbereitungszeit beginnt.
Bei der Boulevardkomödie spielen vier weibliche und fünf männliche Darsteller. Die übrigen Mitglieder des insgesamt mehr als 30-köpfigen Theatervereins machen sich kurz nach Neujahr rund um die Bühne, beziehungsweise in der im Feuerwehrraum untergebrachten Theaterklause nützlich.
Regie bei „Kein Platz für die Liebe“ führt wiederum Helmut Schmitz, der das Stück bereits im Sommer ausgewählt hat und sich wie sein Regie-Assistent Helmut Heckenbach durch einen sicheren Instinkt für den Geschmack des Publikums auszeichnet. Dass auch im 19. Jahr des Bestehens der Gillbachbühne Anfang 2005 die zum Theatersaal umfunktionierte Turnhalle rappelvoll sein wird, unterliegt nach den Erfahrungen der vergangenen zwei Jahrzehnte keinem Zweifel.
Die heiß begehrten Tickets sind in der Regel im Handumdrehen ausverkauft und so sind die Theaterfans bestens beraten, sich den dritten Adventssonntag, 12. Dezember vorzumerken: Ab 11 Uhr läuft dann im Feuerwehrraum der Vorverkauf. Gespielt wird wieder an zwei Wochenenden: Nach der Premiere am 7. Januar ab 20 Uhr , geht es am 8. und 9.Januar um 19 Uhr , beziehungsweise 17 Uhr weiter. Am Freitag, 14. Januar wird erneut ab 20 Uhr gespielt und tags darauf folgt ab 19 Uhr die letzte Vorstellung.
[Quelle: ngz-online, Neuss-Grevenbroicher Zeitung - 6.11.2004] |