Komödie "Hosenflattern" fällt aus
Evinghoven (S.M.) Für die Freunde des Theatervereins "Gillbachbühne" gibt es zum Jahreswechsel schlechte Nachrichten: Die Komödie "Hosenflattern", deren Premiere für den 8. Januar geplant war, fällt aus, und zwar ersatzlos: Erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten wird kurz nach Neujahr in Evinghoven kein Theater gespielt. Der Grund: Hauptdarsteller Herbert Schroers kann aus persönlichen Gründen nicht auftreten. "Wir haben zuerst an einen Ersatzmann gedacht, das aber verworfen", berichtet Helmut Schmitz, der Regisseur der "Gillbachbühne."
Gerade einmal eine Woche ist schlicht zu wenig Zeit, die Hauptrolle noch umzubesetzen: Herbert Schroers hätte zwei Stunden lang nahezu ununterbrochen auf der Bühne gestanden, die für die Rolle zu bewältigende Textmasse ist gewaltig: Ein Marathon-Dialog etwa, den der Hauptdarsteller zu führen hätte, erstreckt sich über mehr als 20 Seiten des Textbuchs. "Eine Nebenrolle hätte ich kurzerhand zusammenstreichen können", so Helmut Schmitz, dem zufolge noch hinzu kommt, dass "die Rolle Herbert Schroers auf den Leib geschrieben ist."
Auch eine Verlegung des Stücks – erwogen wurde zunächst der April – kann man vergessen, so Schmitz. Das sich im Frühjahr ebenso wie bei anderen denkbaren Ersatzterminen stellende Problem: "Wir kommen nicht in die Turnhalle hinein." Schon bei den seit Anfang Oktober laufenden Proben lief das Zusammenwirken mit anderen Nutzern der Halle an der Widdeshovener Straße nicht immer völlig konfliktfrei ab, so Schmitz und sein Dramaturg Helmut Heckenbach.
Das seit drei Monaten einstudierte Stück "Hosenflattern" der britischen Autoren Ray Galton und John Antrobus, für das die Proben jetzt eigentlich auf die Zielgerade gegangen wären, soll nun Anfang 2011 gespielt werden, dem Jubiläumsjahr der "Gillbachbühne", die dann ihren 25. "Geburtstag" feiern kann.
Von der Enttäuschung, dass erstmals seit den 80er Jahren eine Vorstellung komplett ausfallen muss, einmal abgesehen, wird es für die Fans der "Gillbachbühne" keine Probleme geben. "Wir wissen, dass es für viele unserer Stammzuschauer der erste große Programmpunkt des neuen Jahres ist, daher wollten wir nicht 'rumeiern", so Helmut Schmitz. Alle Eintrittskarten für die fünf seit Wochen ausverkauften Aufführungen sollen auch für 2011 gültig bleiben, versichert der Regisseur der "Gillbachbühne".
Zugleich wird den Käufern der Tickets jedoch auch die Möglichkeit gegeben, ihre Karten zurückzugeben." Wie und wann dies geschehen soll, wollen Helmut Schmitz und Helmut Heckenbach in Kürze bekannt geben. Mit ihren Komödien und Lustspielen hat sich die "Gillbachbühne" in den vergangenen Jahrzehnten ein nach vielen hundert Besuchern zählendes Publikum erspielen können.
Die Vorstellungen, die im Lauf der Jahre von vier auf fünf erhöht wurden, sind seit Jahr und Tag regelmäßig ausverkauft – wobei viele hartgesottene Fans bei dem Vorverkaufstermin schon zu nachtschlafender Zeit auf der Matte stehen. Was übrigens mit Blick auf kommende Jahre geändert werden soll, so Helmut Heckenbach und Helmut Schmitz.
[Quelle: NGZ vom 31.12.2009] |