Start Archiv Spielzeit 2009/2010

Komödie "Hosenflattern" fällt aus

Evinghoven (S.M.) Für die Freunde des Theatervereins "Gillbachbühne" gibt es zum Jahreswechsel schlechte Nachrichten: Die Komödie "Hosenflattern", deren Premiere für den 8. Januar geplant war, fällt aus, und zwar ersatzlos: Erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten wird kurz nach Neujahr in Evinghoven kein Theater gespielt. Der Grund: Hauptdarsteller Herbert Schroers kann aus persönlichen Gründen nicht auftreten. "Wir haben zuerst an einen Ersatzmann gedacht, das aber verworfen", berichtet Helmut Schmitz, der Regisseur der "Gillbachbühne."

Schreckmoment – Helmut Schmitz versichert: Alle Eintrittskarten bleiben gültig. ngz-foto: m. reuter Gerade einmal eine Woche ist schlicht zu wenig Zeit, die Hauptrolle noch umzubesetzen: Herbert Schroers hätte zwei Stunden lang nahezu ununterbrochen auf der Bühne gestanden, die für die Rolle zu bewältigende Textmasse ist gewaltig: Ein Marathon-Dialog etwa, den der Hauptdarsteller zu führen hätte, erstreckt sich über mehr als 20 Seiten des Textbuchs. "Eine Nebenrolle hätte ich kurzerhand zusammenstreichen können", so Helmut Schmitz, dem zufolge noch hinzu kommt, dass "die Rolle Herbert Schroers auf den Leib geschrieben ist."

Auch eine Verlegung des Stücks – erwogen wurde zunächst der April – kann man vergessen, so Schmitz. Das sich im Frühjahr ebenso wie bei anderen denkbaren Ersatzterminen stellende Problem: "Wir kommen nicht in die Turnhalle hinein." Schon bei den seit Anfang Oktober laufenden Proben lief das Zusammenwirken mit anderen Nutzern der Halle an der Widdeshovener Straße nicht immer völlig konfliktfrei ab, so Schmitz und sein Dramaturg Helmut Heckenbach.

Das seit drei Monaten einstudierte Stück "Hosenflattern" der britischen Autoren Ray Galton und John Antrobus, für das die Proben jetzt eigentlich auf die Zielgerade gegangen wären, soll nun Anfang 2011 gespielt werden, dem Jubiläumsjahr der "Gillbachbühne", die dann ihren 25. "Geburtstag" feiern kann.

Von der Enttäuschung, dass erstmals seit den 80er Jahren eine Vorstellung komplett ausfallen muss, einmal abgesehen, wird es für die Fans der "Gillbachbühne" keine Probleme geben. "Wir wissen, dass es für viele unserer Stammzuschauer der erste große Programmpunkt des neuen Jahres ist, daher wollten wir nicht 'rumeiern", so Helmut Schmitz. Alle Eintrittskarten für die fünf seit Wochen ausverkauften Aufführungen sollen auch für 2011 gültig bleiben, versichert der Regisseur der "Gillbachbühne".

Zugleich wird den Käufern der Tickets jedoch auch die Möglichkeit gegeben, ihre Karten zurückzugeben." Wie und wann dies geschehen soll, wollen Helmut Schmitz und Helmut Heckenbach in Kürze bekannt geben. Mit ihren Komödien und Lustspielen hat sich die "Gillbachbühne" in den vergangenen Jahrzehnten ein nach vielen hundert Besuchern zählendes Publikum erspielen können.

Die Vorstellungen, die im Lauf der Jahre von vier auf fünf erhöht wurden, sind seit Jahr und Tag regelmäßig ausverkauft – wobei viele hartgesottene Fans bei dem Vorverkaufstermin schon zu nachtschlafender Zeit auf der Matte stehen. Was übrigens mit Blick auf kommende Jahre geändert werden soll, so Helmut Heckenbach und Helmut Schmitz.

[Quelle: NGZ vom 31.12.2009]

 

Mitwirkende

Personen DarstellerInnen
Einbrecher Dominik Halycz
Howard Miller Herbert Schroers
Penny Ingrid Schmitz
Jimmy Andre Steinbis
Amelie Alexandra Korschefsky
Captain Webber Bernd Bausen
Mary-Ann Christa Korschefsky
George (Innenminister) Hansi Engels
Polizist Jo Steinbis
Geburtstagsüberraschung Sandra Sosna
Inspektor Bernd Bausen
Jill Nicole Hohenberg

 

Regie: Helmut Schmitz
Regieassistenz: Helmut Heckenbach
Souffleuse: Gisela Steinbis


 

Probenfotos

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Gillbachbühne lässt Hosen

flattern

Der Evinghovener Theaterverein hat die Proben für sein neues Stück aufgenommen, das im Januar Premiere hat.

Evinghoven (S.M.) Seit Anfang des Monats laufen in der Turnhalle an der Widdeshovener Straße die Proben, denn zum Jahresbeginn 2010 wird sich beim Theaterverein Gillbachbühne wieder der Vorhang fürs neue Stück heben. "Hosenflattern" lautet der deutsche Titel der englischen Boulevardkomödie von Ray Galton und John Antrobus, die Frank-Thomas Mende ins Deutsche übertragen hat. Der Zwei-Akter spielt im heutigen London, wo Howard Swerling bei einem Date mit seiner Geliebten Jenny von einem Einbrecher seine Hosen geklaut werden.

Um nicht seiner Frau nur unvollständig bekleidet unter die Augen treten zu müssen, macht sich Howard gemeinsam mit Jenny daran, in der Nachbarwohnung Ersatz zu beschaffen – womit die Turbulenzen ihren Lauf nehmen: Ein durchgeknallter Polizist, der als Prostituierte auftaucht sorgt ebenso für haarsträubende Verwicklungen wie die übrige Besetzung des Stücks, das insgesamt elf Rollen für das Ensemble der Gillbachbühne bereit hält. Die übrigen der 38 Mitglieder des Theatervereins sind gleichfalls nicht untätig und machen sich "backstage" oder in der "Theaterklause" nützlich, beziehungsweise beim Aufbau der Bühne, der für Anfang Dezember geplant ist. "Wir haben ein paar junge Leute dabei", freut sich Herbert Schroers, Vorsitzende der Gillbachbühne über die Neuzugänge, die sich auch in der Besetzung niederschlagen sollen.

Nachdem Alexandra Korschefsky zu Jahresbeginn in der schwarzen Oscar-Wilde-Komödie "Lord Arthur Saviles Verbrechen" eine gelungene Premiere feiern konnte, freuen sich jetzt Sandra Sosna und Dominik Halycz auf ihren ersten Auftritt. Geprobt wird einstweilen zwei Mal in der Woche, um Weihnachten erreichen dann die Vorbereitungen erfahrungsgemäß wieder ihre heiße Phase. Ausgesucht hat das Stück "Hosenflattern" wieder Regisseur Helmut Schmitz, dem erneut Dramaturg Helmut Heckenbach zur Seite steht. Die Premiere steht am 8. Januar 2010 ins Haus. Weitere Aufführungen in der dann zum Theatersaal umfunktionierten Turnhalle stehen für den 9. , 10., 15. und 16. Januar auf dem Programm.

Der Kartenvorverkauf ist für den dritten Adventssonntag, 13. Dezember, vorgesehen: Frühes Aufstehen empfiehlt sich allemal, denn ab 6 Uhr steht Herbert Schroers mit einer Liste bereit, auch wenn der offizielle Verkauf erst ab 11 Uhr beginnt. Dass die gut 800 Eintrittskarten wieder im Handumdrehen vergriffen sein werden, kann nach den Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte bereits jetzt als sehr gewiss gelten – die Gillbachbühne erfreut sich über den Ort hinaus großer Popularität.

"Hosenflattern" wird die mittlerweile 24. Aufführung des Theatervereins sein, was natürlich die Frage aufwirft, wie die Gillbachbühne ihr danach anstehendes Silberjubiläum zu feiern gedenkt. Bis jetzt ist nach den Worten von Schroers hier noch nichts Konkretes geplant: "Sicher werden wir intern feiern", doch ansonsten ist Schroers eher skeptisch, ob es einen besonderen "Jubiläumsknaller" geben wird.

Dies gilt übrigens auch für die Auswahl des nächsten Theaterstücks: "Wer mitspielt, entscheidet im Prinzip das Stück", blickt der Bühnenchef der Jubiläumssaison gelassen entgegen.

[Quelle: NGZ]

 




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